Das Bühnenstück führt die Fäden eines weitschweifenden Castings zusammen, bei dem Menschen aus unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Gegenden mit ihren Biografien abweichenden Perspektiven auf dieses zu dicke Buch beitragen. 751 Seiten liegen zwischen dem ersten und dem letzten Satz zwischen “Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine ´ungeheure Warenansammlung´, die einzelne Ware als seine Elementarform” und “Was uns allein interessiert, ist das in der neuen Welt von der politischen Ökonomie der alten Welt entdeckte und laut proklamierte Geheimnis: kapitalistische Produktions- und Akkumulationsweise, also auch kapitalistisches Privateigentum, bedingen die Vernichtung des auf eigner Arbeit beruhenden Privateigentums, dh die Expropriation des Arbeiters.” Aber was steht dazwischen? Wer hat es gelesen? Wie oft, unter welchen Umständen und warum? Die große Analyse von Karl Marx hat einen prominenten Platz im Kanon jener Bücher, die alle kennen und doch nur wenige richtig gelesen haben. Für Haug / Wetzel ist es ein dramatischer Text, dessen sieben Siegel nur mit Hilfe von 8 Menschen geöffnet werden können, die mit, in und für dieses Werk gelebt haben. Es geht weder um einen Abgesang und noch um graue Theorie auf der Bühne. Bei diesem Buch geht es gar nicht darum, wie die Regie es liest, sondern wer es überhaupt gelesen hat, nicht so sehr darum, was darin steckt, sondern wo in der Gesellschaft es …
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Karl Marx. Das Kapital, Erster Band. Trailer – Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
– August 7, 2011Posted in: Kurzreisen
