Schwarzwaldhaus 1902 – Leben wie vor 100 Jahren – Teil 3 – Auf Messers Schneide


Schwarzwaldhaus 1902 – Leben wie vor 100 Jahren – Teil 3 – Auf Messers Schneide Wintervorräte anlegen, das ist auf dem Hof die wichtigste Arbeit im Sommer und im Herbst. Noch liefert die Natur das meiste, was die Familie benötigt. Und die Boros müssen versuchen, ihr Obst und Gemüse mit den damaligen Methoden haltbar zu machen. Vor allem Sauerkraut wird hergestellt. Das soll im Winter die lebensnotwendigen Vitamine liefern. Eine Tiefkühltruhe gibt es noch nicht. Dörren, Saften, Räuchern oder Einsalzen stehen traditionell zur Wahl. Dabei gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts schon revolutionäre Neuerungen in der Konservierungstechnik. Im historischen Rückblick wird die Erfindung der Weckgläser vorgestellt. Abgekocht und in den mundgeblasenen Gläsern luftdicht verschlossen, sind die Lebensmittel auf Monate haltbar. Leider sind die Gläser für eine durchschnittliche Bauernfamilie viel zu teuer. Darum stapeln sich auf dem Hof die eingesalzenen Krautfässer. Ein wichtiges Lebensmittel auf dem Hof ist die Milch. Die Kühe werden täglich gemolken, aber ohne Kühlmöglichkeit lässt sich die Milch nicht aufbewahren. Sie muss rasch zu Butter und Käse weiterverarbeitet werden. Doch der selbstgemachte Käse konnte 1902 zur tödlichen Gefahr werden. Im historischen Rückblick zeigt der Film, wie Tuberkelbakterien, die damals oft ganze Rinderherden verseuchten, beim Menschen die lebensgefährliche Tuberkulose auslösten. Heute verhindern Lebensmittelgesetze und Kontrollen, dass sich
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